Dichtungstechnologie

Synchron-Magnetkupplung

Bei der Magnetkupplung handelt es sich um eine besondere Form der Abdichtung, die ohne rotierende Dichtflächen auskommt. Man spricht daher auch gern von "dichtungslosen Pumpen". Bei der Magnetkupplung sind Produktraum und Atmosphäre nur mittels statischer Dichtungen hermetisch voneinander getrennt. Das Antriebsmoment wird nicht über eine klassische Wellenverbindung sondern nur mittels Magnetkräften vom Antrieb auf die Pumpe übertragen. Dabei arbeitet die Magnetkupplung ohne Schlupf (Synchron-Magnetkupplung). Dies bedeutet, dass die Pumpendrehzahl stets der Antriebsdrehzahl entspricht, solange das maximal übertragbare Moment nicht überschritten wird.

Diese Form der Abdichtung empfiehlt sich immer dann, wenn ein Austreten des Mediums unter allen Umständen vermieden werden muss, beispielsweise bei toxischen Medien. Da diese Dichtungsvariante wartungsfrei ist, stellt sie häufig eine attraktive Alternative zu Doppeldichtungen dar. Des Weiteren eignet sie sich hervorragend für hohe Systemdrücke (bis zu 700 bar), da beide Stirnseiten der Welle dem Saugdruck ausgesetzt sind und somit keine Axialkräfte auf die Welle wirken.

     

Betriebsparameter

Druck Saugseite
max. 700 bar(a)
Viskosität
1 bis 30.000 mPas
Temperatur
450 °C

Einsetzbar für folgende Pumpentypen:

Hier Schnittzeichnung als PDF runterladen

Füllen Sie das kurze Formular aus und laden Sie sämtlich WITTE Dichtungsvarianten als druckfähige DIN A2 Poster runter. Auf Wunsch schicken wir Ihnen auch ein Satz gedruckte Poster per Post zu.

Hier geht´s zum Download

Besonderheit Spalttopf

Der Spalttopf, der den Pumpeninnenraum von der Atmosphäre trennt, kann auch doppelwandig ausgeführt werden. Dieser Zwischenraum kann zur Temperierung des Spalttopfinneren verwendet werden, beispielsweise wenn es sich um Medien mit einem vergleichsweise hohen Erstarrungspunkt handelt oder aber wenn entstehende Wärme abgeführt werden muss, um eine Überhitzung des Produktes zu vermeiden. Alternativ kann ein doppelwandiger Spalttopf auch zur Leckageüberwachung verwendet werden. Im Falle einer Beschädigung der inneren Spalttopfwand kann diese detektiert werden, gleichzeitig bleibt das System aber hermetisch dicht, so dass auch dann kein Medium in die Umwelt gelangen kann.

Aufbau einer WITTE Magnetkupplung

  • Spalttopf
  • Äusserer Rotor
  • Flanschlager
  • Nabe
  • Innerer Rotor
  • Magnete Außenrotor
  • Magnete Innenrotor

  • Spalttopf

    Der Spalttopf kann in unterschiedlichsten Varianten ausgeführt werden.

    Ausführungen:

    • Keramik
    • Glas
    • Edelstahl
    • Doppelwandig
    • Kunststoff (GFK, CFK, PEEK)

      Die hier verwendbaren Werkstoffen dürfen nicht magnetisierbar sein. Der Spalttopf wird im Nebenstrom von Fördermedium durchströmt und ist dabei dem saugseitigen Druck der Pumpe ausgesetzt.
  • Äusserer Rotor

    Der Aussenrotor trägt die angetriebenen Magneten und ist über eine Welle-Nabe-Verbindung mit dem Antrieb gekoppelt. Der Aussenrotor umschließt den Spalttopf radial, berührt in dabei aber nicht. Die Kraftübertragung auf die Antriebswelle bzw. den Innenrotor erfolgt ausschließlich durch die Magnetkräfte.

  • Flanschlager

    Das separate Flanschlager nimmt die Gewichtskraft des Innenrotors auf, so dass die Gleitlager der Pumpe entlastet werden. Die Antriebswelle überträgt ausschließlich Drehmoment. Wie die Gleitlager der Pumpe wird auch dieses Lager produktgeschmiert.

  • Nabe

    Die Nabe verbindet die Antriebswelle mit dem Innenrotor. Der Rotor wird über die Magnete berührungslos angetrieben. Dadurch ist es möglich, die Pumpe hermetisch abzudichten.

  • Innerer Rotor

    Der Innenrotor ist das Gegenstück zum Aussenrotor, er trägt die angetriebenen Magneten und ist durch die Nabe mit der Antriebswelle verbunden.

  • Magnete Außenrotor

    Die Magnete des Außenrotors übertragen die Kraft auf den durch den Spalttopf abgekapselten Innenrotor. Dieser ist fest mit der Antriebswelle der Pumpe verbunden.

  • Magnete Innenrotor

    Die Magnete sind fest in dem Innenrotor verbaut und äußerst kräftig. Durch die Rotation des Außenrotors wir der Innenrotor über die Kraft der Magneten ebenfalls angetrieben und setzt so die Antriebswelle in Bewegung.